Nach den Goldschätzen und aufregenden Schotterstraßen konnte ich mich in letzter Zeit mehr den Naturschätzen und atemberaubenden Ausblicken widmen. Da hier eh einer an den anderen grenzt, konnte ich einige davon sehr schön, wie auf einen Dönerspieß, auffädeln. Leider sind einige schöne Strecken in und um die Nationalparks noch mit einer Wintersperre belegt, zum Teil bis Mitte Juni, aber die wichtigsten Teile sind schon freigegeben. Der Reihe nach waren das folgende: Jasper, Banff, Waterton Lakes, Glacier, Yellowstone und Grand Teton. Am Weg dorthin bin ich auch noch über die kleine Stadt Hope gestolpert, in der „Rambo: First Blood“ gedreht wurde (in Kanada, nicht USA, lustigerweise) und konnte noch ein paar imposante Wasserfälle bestaunen.






Die Route zwischen den Städten Jasper und Banff führt durch die beiden gleichnamigen Nationalparks, die meiner Meinung nach eigentlich einer sind, aber passt schon auch, macht sich dann besser in der Statistik. Im Jasper NP ist 2024 eine Waldfläche von fast 33.000 Ha abgebrannt, was natürlich deutliche Spuren hinterlassen hat und schon einen etwas bedrückenden Eindruck macht. Näher am 2088m hohen Bow Pass und im Banff NP war die Vegetation dann wieder voll intakt. Leider konnte ich nicht direkt dort übernachten, da doch noch viel Schnee lag und alle Campingplätze gesperrt waren. Über zum Teil Forststraßen gelangte ich dann ind den Waterton Lakes NP an der Grenze zu den USA.








Der eigentlich auch wieder selbe Park heißt dann auf US Seite Glacier NP den ich, wegen Wintersperren eines Grenzübergangs und einer angeblich schönen Bergstraße, aber nur streifte. Ab hier war ich dann auch immer etwas auf der Flucht vor der schlechten Wetterprognose, die mich immer ungefähr mit einem Tag Abstand verfolgte, der ich aber zum Glück großteils ausgekommen bin. Das einzige, das mich vor allem an den Nachmittagen und auf den großen Wildwest-Ebenen von Montana und später Wyoming immer einholte war der starke Wind. Hat sich aber ausgezahlt, der Yellowstone NP, seit 1872 seineszeichens erster Nationalpark der Welt (auch wieder in Tandem mit dem Grand Teton NP und einem Pass von 2700m), ist wirklich sehr beeindruckend mit seinen Geysiren, Bisons und Bären. Der einzige kleine Haken daran ist, dass das auch viele andere Menschen so sehen und gerne, in der Sicherheit ihrer Autos, möglichst nah an den Tieren stehen bleiben um Fotos zu schießen. Eh schön für sie, aber wenn man dann auf einem Moped hinter ihnen und gerade Mal 10 Meter von diesen majestätischen Wildtieren entfernt stoppen muss, kann einem schon bisschen mulmig werden.














