Auf Umwegen nach Mexiko City

Nach einer Woche Pause und mit nagelneuem Kettensatz war ich wieder voll motiviert weiter zu fahren und diese Motivation wurde mit unglaublich schönen Strecken und wirklich gutem, mexikanischem Essen belohnt. Weil der direkte Weg oft der langweiligste ist und ich unterwegs einige Tipps gesammelt habe, welche Orte ich unbedingt besuchen sollte, entschloss ich mich eine schöne Schleife durch die Bundesstaaten Guanajuato, Queretaro, San Luis Potosi und Hidalgo zu ziehen. Außerdem hatte ich gerade genug von großen Städten. Nix gut auf Moped.

Guana Juato war sehr interessant zu befahren, weil die kleine Stadt ein einziges, komplexes Geflecht aus engen Einbahnstraßen und Tunnels ist. Irgendwie komisch war dort auch das Mumienmuseum. Scheinbar verrotten die Leute die dort begraben werden nicht, sondern werden durch natürliche Prozesse mumifiziert und wenn die Gräber nicht bezahlt wurden, wurden sie bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wieder ausgegraben und im Museum noch quasi frisch ausgestellt.

In San Miguel de Allende hat mir ein Wirt erzählt, dass es dort über 20 Kirchen gibt, was viele Touristen anzieht. Die Stadt war auch wirklich schön, aber bei dem Kommentar musste ich sofort im Internet nachschauen und ihm erzählen, dass wir im ähnlich großen Salzburg über 50 Kirchen haben.

So richtig Spaß zum Motorradfahren hat es dann aber vor allem in der Sierra Gorda und La Huasteca gemacht. Zwei sehr gebirgige Gebiete die sich über die erwähnten Bundesstaaten erstrecken und in denen es auf netten, kurvigen Straßen immer wieder von knapp über Meereshöhe bis auf über 2000m Seehöhe rauf und runter geht. Danach war ich dann auch für die Großstadt Mexiko City bereit.